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Agenda 21

Die Lokale Agenda 21 ist ein von der UN initiiertes Programm zur Förderung der Nachhaltigkeit und unterstützt das Engagement von Bürgern für die Angelegenheiten ihres örtlichen Lebenskreises durch Bereitstellung von Ressourcen im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe.

In Au wurde die Agenda-Arbeit 2002 aufgenommen, in der Auftaktveranstaltung vom 23.2.2002 konstituierten sich 3 Arbeitskreise, 2 davon waren über mehrere Jahre aktiv:

AK Soziales Miteinander / Dorfzentrum

Ziele:

Die Themen des Arbeitskreises waren die Vernetzung von Vereinsarbeit und offenen Angeboten, die Schaffung eines Dorfmittelpunkts und einer Einkaufsmöglichkeit vor Ort sowie die offene Jugendarbeit.

Arbeit und Ergebnisse:

  • Ideenwerkstatt zur Dorfentwicklung „Au plant die Zukunft - machen Sie mit?“ (29.3.2003):
    In 3 Arbeitsgruppen wurden die oben genannten Ziele von den Bürgern bestätigt und bildeten in der Folge eine wichtige Grundlage für den Planungsprozess der neuen Ortsmitte.
  • "Auer Infoseiten" (Ende 2003), vom AK zusammengestellt und laufend aktualisiert:
    Das Heft bietet vor allem Neubürgern eine erste Orientierungshilfe über Angebote im Ort (Aktivitäten der Vereine, Begegnungsmöglichkeiten, gewerbliche Angebote). (s. Link)
  • "Auer Markt" (erstmals veranstaltet am 25.11.2005, s. Link). 
    Nach ausgiebiger Recherche zu Vermarktungskonzepten - so fanden z.B. Infoveranstaltungen zum genossenschaftlichen Modell (Quartiersladen Vauban) und zur Direktvermarktung (Hr. Nägele / Landvolkshochschule St. Ulrich) statt - und vielen Gesprächen mit Auer Landwirten und Anbietern von regionalen Produkten kam der AK zur Erkenntnis, dass ein wöchentlicher Markt mit regionalen Produkten den Bedürfnissen der Auer am besten gerecht würde. Anfangs kümmerten sich die Mitglieder des Arbeitskreises um viele Details des Marktalltags, auch heute noch sind sie Ansprechpartner für Wünsche und Fragen rund um das Marktgeschehen.
  • „Der Jugend einen Raum schaffen“ (Eröffnung des Jugendraums 28.10.2006, s. Link)
    In einem öffentlichen Treffen zum Thema „Jugendraum/offene Jugendarbeit“ und zwei Jugendhearings mit der Kreisjugendreferentin Uschi Kiesgen wurden die Bedürfnisse der Jugendlichen ausgelotet und konkrete Ideen gesammelt. Die Gemeinde Au stellte den Jugendlichen unbürokratisch einen leeren Raum im alten Schulhaus zur Verfügung, den sie selbstständig renovieren und einrichten konnten. Mit dem Abbruch des Schulhauses mussten die Jugendlichen in einen Container umziehen, bis der Jugendraum im Bürgerhaus einen neuen Ort fand. Der Jugendraum wird von einem Leitungsteam der Jugendlichen eigenständig verwaltet.
    Im Zusammenhang mit dem Jugendraum hat sich aus den Agendaprozessen in Merzhausen und Au der Jugendförderverein „Junges Hexental e.V.“ gegründet.

AK Verkehrsentwicklung

Ziele

Ziel des Arbeitskreises war die Verringerung und Beruhigung des Verkehrs durch Au und damit mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger.

Arbeit und Ergebnisse

Verkehrskonzept

Die Agendagruppe analysierte und dokumentierte zunächst die Verkehrssituation in Au. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens stand dabei die Ortsdurchfahrt im Mittelpunkt. In diesem Kontext wurde auch die überörtliche Verkehrsführung betrachtet. In den Wohngebieten ging es vorwiegend um die Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeiten.

Als Anregung für bessere Lösungen sammelte die Gruppe vorbildliche Beispiele, sowohl aus Nachbargemeinden als auch aus weiter entfernten Landkreisen. Schließlich wurde ein detailliertes Konzept zur Verbesserung der Verkehrssituation ausgearbeitet und dem Gemeinderat vorgestellt. Das Konzept liegt im Rathaus aus.

Konkrete Gestaltungsvorschläge zur Verkehrsberuhigung

wurden für Waldstraße und Selzenstraße gemacht und allgemein die Einrichtung von Tempo-30-Zonen empfohlen.

Aktionen

Um Autofahrer zu freiwilliger Temporeduktion zu bewegen, initiierte die Agendagruppe mehrere Aktionen:

  • Aufstellung eines mobilen Geschwindigkeitsmess- und anzeigegerätes.
    Die Agendagruppe wirkte bei der Auswertung der Messdaten mit.
  • Freiwillig Tempo 40 (improvisierte Tempo-40-Schilder).
  • "Mahner" entlang der Ortsdurchfahrt ("Kinder haben keine Knautschzone").
  • Aufkleber "Freiwillig Tempo 40", die mit dem Mitteilungsblatt verteilt wurden.
  • Anregung an die VAG/SBG, ebenfalls freiwillig Tempo 40 einzuhalten.
  • „Kinder! Kinder! Tempo 40 ist Spitze“ (Transparente an den Ortseingängen).

Weitere Aktivitäten

des Arbeitskreises waren:

  • Vorschläge zum ÖPNV
  • Fahrplandiskussionen mit VAG/SBG zur Verbesserung des Angebots
  • Erarbeitung eines Konzepts "Ausleihbare Regiokarte"
  • Initiierung der Verkehrsinitiative Hexental
  • Initiierung der Mitgliedschaft der Gemeinde Au bei der Verkehrswacht
  • u.a.