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Neujahrsmatinée

Neujahrsmatinee in Au

Bereits in der vierten Auflage fand die Neujahrs-Matinee im Auer Bürgersaal statt.

"Gute Unterhaltung und gute Gespräche", wünschte der Vorsitzende des Fördervereins Bürgerhaus Au, Toni Schlegel, den Gästen der Matinee, bevor dann Hannah Seebauer (Klarinette) und Giovanni Piana (Klavier), beide Studenten der Musikhochschule Freiburg, für hochkarätige Unterhaltung sorgten.
Einen "überschaubaren aber umso netteren Kreis" begrüßte Bürgermeister Jörg Kindel zu Beginn seiner Neujahrsansprache, in welcher er Rück- und Ausblicke auf verschiedene Bereiche des Gemeindelebens bot. Die größte Herausforderung des vergangenen Jahres sei die Flüchtlingsthematik gewesen, so Kindel. So zeige sich doch letztlich in den Kommunen, ob Integration gelingt oder misslingt. Kindel machte deutlich, dass es kein Verständnis für "Hetze und Stimmungsmache gegen Flüchtlinge" geben dürfe, diese aber auch bereit sein müssten, sich "unseren Kultur- und Lebensgewohnheiten anzupassen". Bei den Auer Bürgern bedankte er sich nicht nur für die aktive Mithilfe bei der Integration von Asylbewerbern, sondern auch für das klare Ja beim Bürgerentscheid für den Bau des Hauses für Flüchtlinge und sozial schwache Menschen auf dem "Brunnengrundstück". "Nicht glücklich" sei man mit der Entscheidung des Gremiums  in Merzhausen, die geplante Sammelunterkunft des Landkreises für mindestens 200 Asylbewerber direkt an der Gemarkungsgrenze zu Au errichten zu wollen.

Viel getan habe sich auch im Bereich Kinder und Jugend. So sei der Kindergarten um eine zusätzliche Kleingruppe erweitert und der Beschluss für den Beibehalt der verlässlichen Grundschule mit dem Schulstandort Merzhausen getroffen worden. Ebenfalls  einen erfolgreichen Führungswechsel gab es an der Spitze der Jugendarbeit. Zum Thema Verkehr wurde vom Gemeinderat der  Lärmaktionsplan beschlossen. Erste Maßnahmen sollen dann in diesem Jahr mit Tempolimit und Fahrradschutzstreifen umgesetzt werden. Rasche Fortschritte mache die Bebauung im Gebiet des Adlerburgareals. Trotz großer Investitionen, wie der Anschaffung eines neuen Bauhofschleppers, sei die Finanzlage der Gemeinde, Steuerhebe- und Gebührensätze stabil, so Jörg Kindel.

Als große Aufgaben für das laufende und die kommenden Jahre nannte er dann noch Straßensanierungsarbeiten, die Umrüstung eines weiteren Teils der Straßenlampen, den Einbau der Fernwirktechnik in den Hochbehälter sowie den Hochwasserschutz mit dem Bau der Rückhaltebecken.
Viel Lob gab es vom Gemeindeoberhaupt für das ehrenamtliche Engagement – gleich ob innerhalb oder außerhalb einer Vereinszugehörigkeit.
Vor kurzem hatte der Gemeinderat Ehrungsrichtlinien verabschiedet, um "eine Kultur der Anerkennung zu entwickeln", so Kindel. Ein Dankeschön ohne Richtlinien, aber dafür mit Blumen gab es für Brunhilde Hummel und – in Abwesenheit – für Ursula Felber stellvertretend für den Flüchtlingshelferkreis. Besonders hob Kindel hervor, dass Claudia Kuhn eine Flüchtlingsfrau in ihrem eigenen Haushalt aufnahm, als die Gemeinde einen Engpass überbrücken musste.
Verdienste um einen "der großen Vereine unserer Raumschaft", den SV AU-Wittnau, haben sich die langjährigen Mitglieder Karlfred Kaltenbach und Rainer Kloos erworben. Beiden dankte Kindel mit einer Urkunde.

Eine Urkunde mit Nadel mit dem Wappen der Gemeinde gab es für Oberbrandmeister Bruno Lorenz, der seit mehr als 40 Jahren Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Au leistet und dieser von 1997 bis 2012 als erster Kommandant vorstand. Lorenz habe sich "besonders um Au verdient gemacht", so dass der Gemeinderat beschlossen hatte, ihm erstmals in der Gemeindegeschichte die Bürgerehrennadel zu verleihen. Diese heftete dann der Bürgermeister Bruno Lorenz ans Revers.
 

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